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Plaza de Cibeles

Die Plaza de Cibeles ist der repräsentativste Platz Madrids: In der Mitte thront die Göttin Kybele auf ihrem Löwenwagen, dahinter erhebt sich der weiße Palacio de Cibeles wie ein Schloss aus Zuckerguss. Kaum ein Madrid-Foto kommt ohne diese Kulisse aus.

Der Platz ist mehr als ein Fotostopp: Im Palast sitzt das Rathaus mit dem Kulturzentrum CentroCentro, und die Dachterrasse Mirador Madrid bietet einen der besten Blicke über die Stadtachse.

Plaza de Cibeles
Foto: Diego Delso, CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Auf einen Blick

  • RegionMadrid, zwischen Gran Vía, Paseo del Prado und Retiro
  • BrunnenCibeles-Brunnen von 1782, Entwurf Ventura Rodríguez
  • Palacio de CibelesEröffnet 1919 als Kommunikationspalast, heute Rathaus
  • Dauer des Besuchs20 bis 60 Minuten
  • AnreiseMetro Banco de España

Lohnt sich die Plaza de Cibeles wirklich?

Als Stopp auf dem Weg: ja, du kommst ohnehin vorbei, wenn du zwischen Gran Vía, Museumsviertel und Retiro unterwegs bist. Der Rooftop im Palast ist zudem einer der günstigsten Aussichtspunkte der Stadt.

Als eigenes Ziel: nur wegen der Dachterrasse. Der Platz selbst ist ein großer Kreisverkehr, du stehst zwischen Fahrspuren und wartest an Ampeln. Wer nur den Brunnen fotografieren will, ist in zehn Minuten fertig.

Was du hier siehst

Der Cibeles-Brunnen stammt von 1782 und zeigt die Fruchtbarkeitsgöttin Kybele auf einem von zwei Löwen gezogenen Wagen. Entworfen hat ihn Ventura Rodríguez unter Karl III., der Madrid mit Brunnen und Boulevards zur Vorzeigehauptstadt ausbauen ließ. Bis ins 19. Jahrhundert zapften hier Wasserträger Trinkwasser für die umliegenden Haushalte.

Für Fußballfans ist der Brunnen heilig: Hier feiert Real Madrid seine Titel, dann verwandelt sich der Platz in ein weißes Fahnenmeer, und die Spieler legen der Göttin traditionell einen Schal um. Atlético feiert dagegen am Neptunbrunnen weiter südlich.

Der strahlend weiße Palast dahinter wurde 1919 als Hauptpost eröffnet und war so prunkvoll, dass die Madrilenen ihn spöttisch die Kathedrale der Kommunikation nannten. Heute sitzt dort das Rathaus, große Teile sind als Kulturzentrum CentroCentro frei zugänglich.

Das Highlight ist der Mirador Madrid im achten Stock. Von der Terrasse blickst du die Calle de Alcalá hinauf Richtung Gran Vía, auf die Puerta de Alcalá und über die Dächer des Zentrums. Im Palast gibt es außerdem Café und Restaurant, falls du die Aussicht bei einem Getränk verlängern willst.

Das übersehen die meisten

Die drei weiteren Paläste rund um den Platz: die Banco de España, der Palacio de Buenavista und der Palacio de Linares mit der Casa de América. Zusammen ergeben sie ein komplettes Freilichtmuseum der Belle Époque.

Die Eingangshalle des CentroCentro. Sie ist frei zugänglich, riesig und ein guter Ort für eine Pause, ohne dass jemand etwas verkaufen will.

Der Blick vom Mittelstreifen des Paseo del Prado. Von dort bekommst du Brunnen und Palast in eine Achse, das klassische Foto gelingt nur von hier.

Die Löwen selbst. Sie stellen laut Mythos ein in Löwen verwandeltes Paar dar, und die Details am Wagen lohnen den Blick aus der Nähe, vor allem die Reliefs an den Rädern.

Typische Fehler

Ohne Zeitfenster zum Mirador gehen. Die Kapazität der Terrasse ist begrenzt, spontan bekommst du nicht immer einen Platz.

Mittags fotografieren. Der weiße Palast frisst dann jedes Licht, zur blauen Stunde ist er angestrahlt und deutlich besser.

Das CentroCentro für kostenpflichtig halten. Nur der Aussichtspunkt im achten Stock kostet Eintritt.

Für das Foto auf die Fahrbahn treten. Der Verkehr ist dicht und schnell, und von der Verkehrsinsel aus wird das Bild ohnehin besser.

Tickets: Für den Mirador Madrid brauchst du ein Ticket mit Zeitfenster, das du im CentroCentro oder online bekommst. Die Ausstellungsbereiche des Kulturzentrums sind größtenteils gratis.

Wann du hingehen solltest

Zur blauen Stunde, wenn der Palast angestrahlt wird und die Calle de Alcalá zu leuchten beginnt. Für den Rooftop ist der späte Nachmittag ideal, weil die Sonne dann von Westen auf die Fassaden fällt.

Meide die Tage nach großen Titelgewinnen von Real Madrid, außer du willst genau das erleben. Dann ist der Platz gesperrt und komplett gefüllt.

Gut zu wissen: Der Verkehr rund um den Platz ist dicht, und die Ampelphasen sind lang. Plane für die Überquerung zum Brunnen ein paar Minuten mehr ein, als der Blick auf die Karte vermuten lässt.

Danach: was in der Nähe liegt

Der Paseo de Recoletos beginnt direkt am Platz und führt in zehn Minuten zur Plaza de Colón. Zur Puerta de Alcalá und zum Retiro-Park sind es fünf Minuten nach Osten.

Nach Süden führt der Paseo del Prado in zehn Minuten zum Museumsdreieck, mehr dazu unter Museen in Madrid. Nach Westen beginnt in fünf Minuten die Gran Vía. Alle Stationen bei den Sehenswürdigkeiten in Madrid.

Wenn es nicht klappt

  • Wenn es voll istDer Mirador arbeitet mit Zeitfenstern, spontan ist er am späten Vormittag am leersten. Der Platz selbst wird nur bei Titelfeiern unpassierbar.
  • Wenn es regnetDas CentroCentro im Palast ist frei zugänglich, hat Ausstellungen und Sitzecken. Der Rooftop lohnt bei Regen dagegen nicht.
  • Mit KindernDie Löwen am Brunnen sind ein Erfolg, der Rest wenig kindgerecht. Der Retiro ist zehn Minuten entfernt und die bessere Wahl.
  • Mit eingeschränkter MobilitätZum Brunnen führen Zebrastreifen und abgesenkte Bordsteine, der Palast hat Aufzüge bis zur Dachterrasse.

Häufige Fragen

Lohnt sich der Mirador Madrid im Palacio de Cibeles?

Ja, für einen der besten Ausblicke im Zentrum: Du siehst die Prachtachse der Calle de Alcalá, die Dächer der Gran Vía und bis zur Puerta de Alcalá. Das Ticket ist günstig im Vergleich zu anderen Aussichtspunkten, gebucht wird ein Zeitfenster. Bestes Licht gibt es am späten Nachmittag.

Warum feiert Real Madrid an der Plaza de Cibeles?

Der Cibeles-Brunnen ist seit den 1980er Jahren der traditionelle Feierort des Vereins. Nach Meisterschaften und Champions-League-Titeln versammeln sich Zehntausende Fans auf dem Platz, die Mannschaft fährt mit dem Bus vor und ehrt die Göttinnenstatue mit Schal und Fahne. Atlético feiert dagegen am Neptunbrunnen weiter südlich.

Ist der Palacio de Cibeles frei zugänglich?

Große Teile ja: Das Kulturzentrum CentroCentro im Inneren kannst du gratis betreten, inklusive wechselnder Ausstellungen und der beeindruckenden Eingangshalle. Nur der Aussichtspunkt Mirador Madrid im achten Stock kostet Eintritt. Das Rathaus selbst ist für Besucher nicht geöffnet.

Wie viel Zeit braucht man für die Plaza de Cibeles?

Für Brunnen, Fotos und einen Blick auf die umliegenden Paläste reichen 20 bis 30 Minuten. Mit dem Rooftop Mirador Madrid und einem Rundgang durch das CentroCentro wird eine gute Stunde daraus. Der Platz liegt an der Route zwischen Gran Vía, Prado-Museum und Retiro, du kommst ohnehin vorbei.

Was liegt in der Nähe der Plaza de Cibeles?

In wenigen Gehminuten erreichst du die Gran Vía, die Puerta de Alcalá mit dem Retiro-Park und den Paseo de Recoletos mit seinen Caféterrassen. Auch das Prado-Museum und das Thyssen-Bornemisza liegen nur einen kurzen Spaziergang den Boulevard hinunter.