Auf einen Blick
- RegionComunidad de Madrid
- Ideale Dauer3 bis 4 Tage für die Top 20
- Beste ReisezeitApril bis Juni, September und Oktober
- FortbewegungZentrum gut zu Fuß, sonst Metro
- UNESCOPaseo del Prado & Retiro (seit 2021)
Die Klassiker: das historische Madrid
Diese sechs Orte bilden das Herz der Stadt. Sie liegen alle im Zentrum und lassen sich an einem einzigen Tag zu Fuß verbinden.
1 Königspalast (Palacio Real)
Über 3.000 Räume, davon rund 50 zu besichtigen: Der Palacio Real ist der größte Königspalast Westeuropas und Madrids wichtigste Sehenswürdigkeit. Thronsaal, Waffenkammer und die königliche Küche sind die Höhepunkte des Rundgangs.
Die Königsfamilie wohnt längst außerhalb, der Palast dient nur noch für Staatsakte. Buche dein Ticket vorab und komm früh, vormittags schieben sich die Gruppen durch die Säle.
2 Plaza Mayor
Der Prachtplatz aus dem 17. Jahrhundert war Bühne für Märkte, Stierkämpfe und Krönungsfeiern. Heute sitzt du unter den Arkaden, schaust auf die bemalte Casa de la Panadería und das Reiterstandbild von Philipp III.
Die Terrassen auf dem Platz sind teuer und mittelmäßig. Iss dein Bocadillo de Calamares lieber in den Seitengassen, dort schmeckt es besser und kostet weniger.
3 Puerta del Sol
Der halbrunde Platz ist Spaniens Nullpunkt: Vor der Casa de Correos markiert eine Plakette den Kilometer 0, von dem aus alle Landstraßen gemessen werden. Dazu kommen die Bärenstatue El Oso y el Madroño und die berühmte Tío-Pepe-Leuchtreklame.
An Silvester schluckt hier halb Spanien zu jedem Glockenschlag eine Traube. An normalen Tagen gilt: kurz schauen, Fotos machen, auf die Taschen achten und weiterziehen.
4 Gran Vía
Madrids Prachtstraße wurde zwischen 1910 und 1929 durch die Altstadt geschlagen und gilt als „Broadway von Madrid“: Musicaltheater, Kinos, Flagship-Stores und Rooftop-Bars reihen sich aneinander.
Lauf sie einmal komplett ab, am schönsten am frühen Abend, wenn die Leuchtreklamen angehen. Die beste Sicht auf die Prachtbauten hast du von den Dachterrassen entlang der Straße.
5 Almudena-Kathedrale
Direkt neben dem Königspalast steht Madrids Kathedrale, erst 1993 geweiht und innen überraschend modern: bunte Deckenfelder statt düsterem Gotik-Grau.
Der Eintritt ins Hauptschiff kostet nur eine kleine Spende, und der Aufstieg zur Kuppel belohnt mit einem der besten Blicke auf den Palast.
6 Mercado de San Miguel
Die Jugendstil-Markthalle von 1916 neben der Plaza Mayor ist heute ein Gourmet-Markt: Tapas, Austern, Jamón und Vermut an eleganten Ständen aus Gusseisen und Glas.
Günstig ist das nicht, und mittags wird es voll. Komm am Vormittag oder späten Nachmittag, iss zwei, drei Häppchen und zieh weiter in die Tapasbars von La Latina.
Die großen Museen
Prado, Reina Sofía und Thyssen-Bornemisza liegen alle am Paseo del Prado, dem „Kunstboulevard“ der Stadt. Einen Überblick über weitere Häuser findest du unter Museen in Madrid.
7 Prado-Museum
Eines der besten Kunstmuseen der Welt: Velázquez‘ Las Meninas, Goyas schwarze Gemälde, Boschs Garten der Lüste, dazu El Greco, Tizian und Rubens.
Versuch nicht, alles zu sehen. Such dir zehn Meisterwerke aus, plane zwei bis drei Stunden und geh raus, bevor die Beine streiken.
8 Museum Reina Sofía
Das Haus für moderne Kunst hat ein Bild, das allein die Reise wert ist: Picassos Guernica. Drumherum hängen Dalí, Miró und die spanische Avantgarde in einem ehemaligen Krankenhaus.
Wenn du wenig Zeit hast, geh gezielt zu Guernica und nimm den Rest als Bonus mit.
9 Museum Thyssen-Bornemisza
Die einstige Privatsammlung der Familie Thyssen-Bornemisza spannt den Bogen über 700 Jahre: von mittelalterlichen Tafelbildern über Monet und van Gogh bis zu Hopper und Pop Art.
Das Thyssen füllt genau die Lücken, die Prado und Reina Sofía offenlassen. Für viele Besucher ist es das unterschätzteste der drei Häuser.
Plätze, Parks & Märkte
Madrid lebt draußen. Diese Orte kosten keinen Eintritt und zeigen dir die Stadt von ihrer entspannten Seite.
10 Retiro-Park
125 Hektar grüne Lunge mitten in der Stadt: Ruderboote auf dem großen Teich, der gläserne Kristallpalast, Straßenmusiker und Rosengarten.
Am schönsten ist der Retiro am Sonntagvormittag, wenn halb Madrid hier flaniert. Der Eintritt ist frei.
11 Puerta de Alcalá
Das neoklassizistische Stadttor von 1778 steht heute mitten im Kreisverkehr an der Plaza de la Independencia, direkt am Eingang zum Retiro.
Ein kurzer Fotostopp reicht, aber er lohnt sich, besonders abends, wenn das Tor angestrahlt wird.
12 Plaza de Cibeles
Der Brunnen der Göttin Kybele ist das heimliche Wahrzeichen Madrids, hier feiert Real Madrid seine Titel. Dahinter thront der Cibeles-Palast, ein Rathaus im Zuckerbäcker-Look.
Fahr hinauf zur Aussichtsterrasse des Palastes: Der Blick über die Prachtachse gehört zu den besten der Innenstadt.
13 Madrid Río Park
Wo früher eine Stadtautobahn dröhnte, zieht sich heute ein kilometerlanger Park am Fluss Manzanares entlang: Radwege, Spielplätze, Brücken und Blick auf den Königspalast.
Ideal zum Radfahren oder für einen Abstecher zum Kulturzentrum Matadero am südlichen Ende.
14 Paseo de Recoletos
Der schattige Boulevard zwischen Cibeles und Plaza de Colón ist Madrids klassische Flaniermeile mit historischen Kaffeehäusern und der Nationalbibliothek.
Perfekt für eine Pause mit Café con Leche auf einer der Terrassen unter den Bäumen.
15 El Rastro Flohmarkt
Jeden Sonntagvormittag verwandelt sich das Viertel La Latina in Spaniens bekanntesten Flohmarkt: Hunderte Stände mit Antiquitäten, Platten, Klamotten und Krimskrams.
Danach gehört ein Tapas-Umtrunk in den Bars rund um die Calle Cava Baja zum Pflichtprogramm. Wertsachen nah am Körper tragen.
Aussichtspunkte & Besonderes
Zum Abschluss fünf Orte abseits des klassischen Altstadt-Trios, vom Sonnenuntergangs-Spot bis zum Fußballtempel.
16 Tempel von Debod
Ein echter ägyptischer Tempel mitten in Madrid: Das über 2.000 Jahre alte Heiligtum kam als Geschenk Ägyptens nach Spanien und steht heute in einem Park nahe der Plaza de España.
Zum Sonnenuntergang ist die Terrasse davor der beliebteste Spot der Stadt, kostenlos und mit weitem Blick Richtung Westen.
17 Faro de Moncloa
Der 92 Meter hohe Aussichtsturm im Universitätsviertel Moncloa bietet einen 360-Grad-Blick über die Stadt bis zur Sierra de Guadarrama.
Direkt daneben steht der Arco de la Victoria, ein Triumphbogen aus der Franco-Zeit mit entsprechend zwiespältiger Geschichte.
18 Seilbahn Casa de Campo (Teleférico)
Die Kabinenbahn schwebt vom Stadtrand über den Manzanares hinüber in den riesigen Park Casa de Campo, mit Blick auf Palast, Kathedrale und Skyline.
Drüben warten Wanderwege, ein See mit Terrassen und deutlich weniger Touristen als im Zentrum.
19 Metrópolis-Gebäude
Das Eckhaus mit der Kuppel und der geflügelten Siegesgöttin ist Madrids meistfotografiertes Gebäude, dort, wo die Gran Vía auf die Calle de Alcalá trifft.
Innen kommst du nicht rein, aber das beste Foto gelingt von der gegenüberliegenden Straßenseite am frühen Abend.
20 Santiago-Bernabéu-Stadion
Das frisch runderneuerte Stadion von Real Madrid mit seiner futuristischen Metallfassade ist für Fußballfans ein Pflichttermin: Die Tour führt durch Museum, Pokalsammlung und je nach Spielplan bis ans Spielfeld.
Wer mit Fußball nichts anfangen kann, darf das Stadion guten Gewissens streichen und die Zeit im Zentrum verbringen.
Tickets: Königspalast, Prado und Bernabéu verkaufen zeitgebundene Online-Tickets. In der Hochsaison sind die guten Vormittagsslots schnell weg, buche diese drei am besten direkt nach dem Hotel. Für Retiro, Debod-Tempel und alle Plätze brauchst du gar nichts, sie sind frei zugänglich.
Route: die beste Reihenfolge für 3 Tage
Tag 1 gehört der Altstadt: Puerta del Sol, Plaza Mayor, Mercado de San Miguel, dann Königspalast und Almudena-Kathedrale, abends Tapas in La Latina. Tag 2 ist Kunsttag: vormittags Prado, nachmittags Retiro-Park und Puerta de Alcalá, danach je nach Energie Reina Sofía oder Thyssen. Tag 3 nimmt den Westen und Norden mit: Gran Vía und Metrópolis, weiter zum Tempel von Debod, nachmittags Teleférico oder Bernabéu.
Fällt dein Besuch auf ein Wochenende, plane den Rastro fest für Sonntagvormittag ein und schiebe den Rest entsprechend. Für einen Tagesausflug ab Madrid ist El Escorial die naheliegendste Wahl: Der gewaltige Klosterpalast Philipps II. liegt nur eine Bahnfahrt entfernt.
Tipp: Prado, Reina Sofía und Thyssen haben regelmäßige Gratis-Zeitfenster, meist in den letzten Stunden des Tages. Die genauen Zeiten stehen auf den offiziellen Websites. Mit etwas Planung sparst du dir zwei von drei Museumstickets, mehr dazu unter Madrid City Pass & Rabattkarten.
Achtung: An Puerta del Sol, auf der Gran Vía, in der Metro und auf dem Rastro arbeiten professionelle Taschendiebe. Rucksack nach vorn, Handy nicht am Tischrand, Portemonnaie in die Innentasche. Mehr Alltagstricks findest du in den Madrid Insider-Tipps.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Madrids Sehenswürdigkeiten?
Drei volle Tage reichen für die Klassiker: einen für die Altstadt mit Königspalast, einen für die Museen am Paseo del Prado plus Retiro, einen für Gran Vía, Debod-Tempel und Umgebung. Mit vier bis fünf Tagen kannst du zusätzlich einen Tagesausflug nach El Escorial oder Toledo einplanen und abends entspannter durch die Viertel ziehen.
Welche Sehenswürdigkeiten in Madrid sind kostenlos?
Erstaunlich viele: Retiro-Park, Tempel von Debod, Plaza Mayor, Puerta del Sol, Gran Vía, Puerta de Alcalá, Madrid Río und der Rastro-Flohmarkt kosten nichts. Dazu haben Prado, Reina Sofía und Thyssen regelmäßige Gratis-Zeitfenster, meist am Abend. Wer geschickt plant, sieht die halbe Stadt, ohne ein einziges Ticket zu kaufen.
Ist Madrid zu Fuß machbar?
Das Zentrum ja. Zwischen Königspalast, Plaza Mayor, Puerta del Sol und Prado liegen jeweils nur 10 bis 20 Gehminuten. Für Bernabéu-Stadion, Faro de Moncloa oder den Teleférico nimmst du besser die Metro, sie ist dicht getaktet und einfach zu verstehen. Bequeme Schuhe sind trotzdem Pflicht, die Tagesetappen summieren sich schnell.
Was lohnt sich in Madrid bei Regen?
Madrid ist eine der besten Schlechtwetterstädte Europas: Prado, Reina Sofía und Thyssen füllen locker einen ganzen Regentag. Dazu kommen der Königspalast, die Markthalle San Miguel und die Einkaufshäuser an der Gran Vía. Regen ist hier ohnehin selten, die Stadt zählt zu den sonnigsten Hauptstädten des Kontinents.
Welche Sehenswürdigkeit sollte man zuerst buchen?
Den Königspalast und das Prado-Museum, beide verkaufen zeitgebundene Tickets und die beliebten Vormittagsslots sind in der Hochsaison früh ausgebucht. Auch die Bernabéu-Tour buchst du besser vorab, vor allem an Wochenenden und in den Schulferien. Alles andere bekommst du in der Regel spontan oder brauchst gar kein Ticket.




