Auf einen Blick
- Das Gericht der StadtEspetos, gegrillte Sardinenspieße
- FrühstückPitufo, das kleine Brötchen
- Weinsüßer Málaga-Wein (Moscatel, Pedro Ximénez)
- Beste Espeto-GegendPedregalejo und El Palo
- MarktMercado de Atarazanas
Espetos: Sardinen am Spieß
Das Gericht Málagas schlechthin: frische Sardinen, auf Spieße gesteckt und in alten, mit Sand gefüllten Fischerbooten über Olivenholzglut gegrillt. Bestellt werden sie in den Chiringuitos direkt am Strand, gegessen mit den Fingern, dazu Brot, Salat und ein kaltes Bier. Die beste Adresse ist die Strandpromenade der alten Fischerviertel Pedregalejo und El Palo im Osten der Stadt: Dort stehen die Espeto-Grills dicht an dicht, und am Nebentisch sitzen Familien aus Málaga statt Reisegruppen.
Gut zu wissen: Die alte Faustregel sagt: Espetos schmecken am besten in den Monaten ohne „r“ im Namen, also von Mai bis August, wenn die Sardinen am fettesten sind. Gegrillt wird trotzdem das ganze Jahr.
Frühstück: Pitufo und Tejeringos
Ein Pitufo, wörtlich „Schlumpf“, ist Málagas Frühstücksklassiker: ein kleines, weiches Brötchen, klassisch mit Olivenöl und geriebener Tomate, mit Serrano-Schinken oder als Mixto mit Schinken und Käse. Dazu ein Café con Leche, und du frühstückst wie die halbe Stadt an der Theke. Die zweite Institution sind Tejeringos, wie die frittierten Teigschlangen, anderswo Churros genannt, hier heißen: Sie werden in heiße Schokolade getunkt, und die Traditionscafés der Altstadt füllen sich dafür schon am frühen Morgen.
Tapas-Klassiker der Stadt
Auf fast jeder Karte stehen Ensaladilla Rusa, der cremige Kartoffelsalat, der in Málaga besonders ernst genommen wird, Porra Antequerana, die dickere Schwester des Salmorejo, frittierte Boquerones und Berenjenas con Miel, knusprige Auberginen mit Zuckerrohrsirup. Die beste erste Anlaufstelle ist der Mercado de Atarazanas: morgens Einkaufsmarkt mit Fischtheken und Obstbergen, mittags Tapas-Theke mit dem frischesten Angebot der Stadt. Einen Überblick über Spaniens Küche insgesamt gibt der Guide 10 Gerichte, die du in Spanien probieren musst.
El Pimpi: die berühmteste Bodega
Keine Bar ist so eng mit der Stadt verbunden wie El Pimpi: verwinkelte Räume voller signierter Weinfässer, Fotos berühmter Stammgäste wie Antonio Banderas, der heute Miteigentümer ist, und eine Terrasse mit Blick auf das Römische Theater. Ja, hier ist es voll, und ja, es lohnt sich trotzdem. Komm außerhalb der Stoßzeiten, trink ein Glas süßen Wein an der Theke und iss dich danach durch die kleineren Bars der Umgebung, etwa rund um die Calle Granada.
Süßer Málaga-Wein
Der Wein der Region ist süß und schwer: Aus Moscatel- und Pedro-Ximénez-Trauben entstehen rund um die Stadt dunkle, rosinige Dessertweine mit eigener Herkunftsbezeichnung. Am stilechtesten probierst du sie in der Antigua Casa de Guardia, der ältesten Taverne der Stadt, gegründet 1840: Der Wein läuft direkt aus dem Fass ins Glas, und die Rechnung schreibt der Kellner mit Kreide auf den Holztresen.
Tipp: Wenn dir Moscatel zu süß ist, frag nach einem Pajarete, der halbtrockenen Variante. Ein kleines Glas als Aperitif oder zum Dessert reicht, diese Weine sind kräftiger, als sie schmecken.
Wo du abends hingehst
Die höchste Bar-Dichte findest du in den Gassen zwischen Kathedrale und Plaza de la Merced, dazu kommen die Restaurants an der Promenade Muelle Uno mit Hafenblick. Für den schönsten Food-Abend der Stadt aber fährst du ans Meer: Sonnenuntergang, Espetos und Sand unter den Füßen in Pedregalejo. Mehr solcher Empfehlungen findest du in den 12 Insider-Tipps.
Häufige Fragen
Was sind Espetos und wo isst man sie am besten?
Espetos sind Sardinenspieße, die in alten Fischerbooten über Olivenholzglut gegrillt werden, das Wahrzeichen der Küche Málagas. Am besten isst du sie in den Strandlokalen der alten Fischerviertel Pedregalejo und El Palo im Osten der Stadt: authentischer, günstiger und entspannter als am Stadtstrand. Gegessen wird mit den Fingern.
Was ist ein Pitufo?
Ein Pitufo, wörtlich „Schlumpf", ist ein kleines, weiches Frühstücksbrötchen und der Standard an Málagas Frühstückstheken. Klassisch wird es mit Olivenöl und geriebener Tomate bestellt, dazu Serrano-Schinken oder Käse. Zusammen mit einem Café con Leche ist es das typische Frühstück der Stadt, schnell, einfach und überall zu bekommen.
Lohnt sich El Pimpi oder ist es zu touristisch?
Beides stimmt. El Pimpi ist voll, bekannt und auf Besucher eingestellt, aber die Bodega mit ihren signierten Fässern und der Terrasse am Römischen Theater ist trotzdem ein Erlebnis. Die beste Strategie: ein Glas Málaga-Wein an der Theke außerhalb der Stoßzeiten, danach weiter in die kleineren Bars der Nachbarschaft.
Was ist Málaga-Wein?
Ein süßer, dunkler Dessertwein aus Moscatel- und Pedro-Ximénez-Trauben, der rund um die Stadt angebaut wird und eine eigene Herkunftsbezeichnung trägt. Er schmeckt nach Rosinen, Feigen und Karamell und wird traditionell direkt aus dem Fass ausgeschenkt, am schönsten in der Antigua Casa de Guardia, der ältesten Taverne der Stadt.
Wo isst man in Málaga gut und günstig?
An den Theken: Frühstück mit Pitufo in einer Cafetería, mittags Tapas an den Ständen des Mercado de Atarazanas, abends Espetos in einem Chiringuito in Pedregalejo. Teurer wird es vor allem an der Calle Larios und direkt an der Kathedrale. Faustregel: Wo die Karte auf Deutsch aushängt, zahlst du den Zuschlag mit.



