Andalusien · Granada

Verkehr in Granada: Anreise & Nahverkehr

Granada erreichst du per Flug, AVE-Schnellzug oder Fernbus, und vor Ort brauchst du vor allem zwei Dinge: gute Schuhe und die kleinen roten Minibusse, die dich die Hügel hinaufbringen.

Nur eine Sache solltest du vermeiden: mit dem Auto ins Zentrum zu fahren. Warum, und wie du es besser machst, liest du hier.

Auf einen Blick

  • FlughafenGranada (GRX), rund 15 km westlich
  • BahnAVE-Anschluss seit 2019
  • Alhambra-BusseLinien C30, C31, C32
  • Zentrumkompakt, aber mit steilen Hügeln
  • AutoUmweltzone, nicht ins Zentrum fahren

Anreise mit dem Flugzeug

Granadas Flughafen Federico García Lorca (GRX) liegt rund 15 Kilometer westlich der Stadt. Direktflüge aus Deutschland sind rar, meist fliegst du mit Umstieg in Madrid oder Barcelona. Vom Terminal bringt dich ein Airport-Bus von Alsa ins Zentrum, er ist auf die ankommenden Flüge abgestimmt und hält an mehreren Punkten in der Stadt. Taxis stehen direkt am Ausgang und fahren zum festgelegten Tarif in die Innenstadt.

Oft die bessere Wahl: nach Málaga fliegen. Der dortige Flughafen hat ein Vielfaches an Direktverbindungen, und ab Málaga fährst du mit dem Direktbus in rund zwei Stunden nach Granada.

Mit Zug oder Fernbus

Granada hängt seit 2019 am AVE-Netz: Der Schnellzug fährt über Antequera und Córdoba Richtung Madrid, Tickets buchst du direkt bei Renfe. Prüfe auf innerandalusischen Strecken aber immer auch den Fernbus: Nach Málaga, Sevilla oder Córdoba ist der Alsa-Bus oft ähnlich schnell und günstiger. Der Busbahnhof liegt im Nordwesten der Stadt, Stadtbusse und Taxis bringen dich von dort ins Zentrum. Wie Zugfahren in Spanien generell funktioniert, liest du im Guide Mit dem Zug durch Spanien.

Alhambra-Busse: C30, C31 und C32

Die Hügel erklimmst du am bequemsten mit den kleinen roten Minibussen: Die Linie C30 fährt aus dem Zentrum hinauf zur Alhambra, die C31 dreht ihre Runde durch den Albaicín, und die C32 verbindet Albaicín und Alhambra miteinander. Einstieg ist im Zentrum rund um die Plaza Isabel la Católica und die Plaza Nueva. Tagsüber fahren die Busse in dichtem Takt, sie sind aber klein und zur Alhambra-Stoßzeit am Vormittag schnell voll. Tickets kaufst du beim Fahrer, für mehrere Fahrten lohnt sich die aufladbare Bonokarte, die auch in den normalen Stadtbussen gilt. Daneben gibt es ein dichtes Netz regulärer Stadtbusse, als Besucher brauchst du sie vor allem für Bahnhof und Busbahnhof.

Tipp: Fahr mit dem Bus bergauf und lauf bergab. Von der Alhambra führt die Cuesta de los Chinos hinunter zum Paseo de los Tristes, vom Mirador de San Nicolás schlenderst du durch den Albaicín zurück zur Plaza Nueva.

Zu Fuß durch Granada

Das Zentrum ist kompakt: Von der Kathedrale zur Plaza Nueva läufst du nur wenige Minuten. Rechne aber mit ordentlichen Steigungen und glattem Kopfsteinpflaster im Albaicín, im Sacromonte und am Alhambra-Hügel. Bequeme Schuhe mit Profil sind hier wichtiger als in jeder anderen andalusischen Stadt. Plane die Wege außerdem nach Höhenlinien statt nach Luftlinie: Zwei Punkte, die auf der Karte nah beieinander liegen, können einen kompletten Auf- und Abstieg voneinander entfernt sein. Übrigens gibt es auch eine moderne Stadtbahn, den Metropolitano: Sie verbindet die Vororte mit der Stadt, umfährt die Altstadt aber weiträumig. Für Besucher ist sie selten relevant.

Mit dem Auto: bloß nicht ins Zentrum

Granadas Innenstadt ist für Autos streng geregelt: Es gibt eine Umweltzone (Zona de Bajas Emisiones) und kameraüberwachte Zufahrtsbeschränkungen in der Altstadt. Wer ohne Berechtigung einfährt, riskiert Bußgelder, die per Post zuverlässig auch in Deutschland ankommen.

Achtung: Fahr mit dem Mietwagen nicht ins Zentrum und schon gar nicht in den Albaicín, dort sind manche Gassen schmaler als ein Auto. Stell den Wagen in ein Parkhaus am Rand der Altstadt oder frag vorab dein Hotel, ob es deine Zufahrt anmelden kann.

Für eine Andalusien-Rundreise bleibt das Auto trotzdem praktisch: Park es für die Granada-Tage einfach weg und erkunde die Stadt zu Fuß und per Minibus.

Häufige Fragen

Wie komme ich vom Flughafen Granada in die Stadt?

Am einfachsten mit dem Airport-Bus von Alsa, der die Ankünfte abwartet und dich in etwa 45 Minuten über mehrere Halte ins Zentrum bringt. Taxis stehen direkt vor dem Terminal und sind zu zweit oder mit Gepäck eine bequeme Alternative. Ein Mietwagen lohnt nur, wenn du weiterreist.

Lohnt sich die Anreise über Málaga?

Ja, für die meisten Reisenden aus Deutschland ist Málaga die praktischere Wahl: deutlich mehr Direktflüge, oft zu besseren Preisen. Vom Busbahnhof Málaga und teils direkt vom Flughafen fahren Alsa-Busse in rund zwei Stunden nach Granada. Viele kombinieren beide Städte ohnehin zu einer Andalusien-Route.

Welcher Bus fährt zur Alhambra?

Die Minibuslinien C30 und C32 bringen dich aus dem Zentrum hinauf zum Alhambra-Gelände. Alternativ läufst du von der Plaza Nueva über die Cuesta de Gomérez in etwa 20 Minuten bergauf durchs Grüne. Viele fahren hinauf und laufen nach dem Besuch gemütlich über die Cuesta de los Chinos hinunter.

Braucht man in Granada ein Auto?

Nein, in der Stadt ist ein Auto eher eine Last: Umweltzone, gesperrte Altstadtgassen und knappe Parkplätze. Alles Sehenswerte erreichst du zu Fuß oder mit den Minibussen. Ein Mietwagen lohnt sich erst für Ausflüge in die Sierra Nevada, in die Alpujarras oder für die Weiterreise durch Andalusien.

Gibt es in Granada eine Metro?

Ja, den Metropolitano, eine moderne Stadtbahnlinie, die die Vororte im Norden und Süden mit der Stadt verbindet. Sie hält in der Nähe des Bahnhofs, fährt aber nicht durch die historische Altstadt. Für Albaicín, Alhambra und Zentrum nutzt du deshalb die Minibusse oder gehst zu Fuß.