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Seilbahn Casa de Campo (Teleférico)

Madrid aus der Gondel: Der Teleférico verbindet den Parque del Oeste am Paseo del Pintor Rosales mit der Casa de Campo, dem riesigen Stadtwald im Westen. Rund 2,5 Kilometer schwebst du über Baumkronen, den Fluss Manzanares und die Parklandschaft.

Die Fahrt dauert gut zehn Minuten und ist einer der entspanntesten Wege, die Stadt von oben zu sehen. Ideal als Halbtagesausflug mit Spaziergang durch die Casa de Campo.

Seilbahn Casa de Campo (Teleférico)
Foto: Tim Adams, CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

Auf einen Blick

  • RegionMadrid, Parque del Oeste bis Casa de Campo
  • In Betrieb seit1969
  • StreckeRund 2,5 Kilometer, gut 10 Minuten Fahrt
  • Dauer des Besuchs1 bis 3 Stunden mit Parkspaziergang
  • AnreiseTalstation nahe Metro Argüelles, Bergstation nahe Metro Lago

Lohnt sich die Seilbahn wirklich?

Ja, wenn du den Ausflug als Ganzes planst: Fahrt hinüber, Spaziergang zum See, Rückweg mit der Metro. Dann bekommst du einen ungewohnten Blick auf Königspalast und Skyline und dazu Madrids größten Park.

Nein, wenn du nur wegen der Aussicht kommst. Aus der Gondel siehst du vor allem Baumkronen, das Panorama ist auf wenige Momente beschränkt. Wer den besten Blick auf die Stadt will, geht zum Tempel von Debod, ein paar Minuten von der Talstation entfernt, und zahlt nichts.

Was du hier siehst

Die Gondeln starten am Paseo del Pintor Rosales, direkt am Rosengarten des Parque del Oeste. Kurz nach dem Start schwebst du über die Hänge des Parks und den Manzanares mit dem Madrid Río Park, dann öffnet sich der Blick zurück auf die Stadt: Königspalast, Almudena-Kathedrale und die Türme des Zentrums stehen wie aufgereiht am Horizont.

Die Bahn selbst ist ein Stück Retro-Madrid. Seit 1969 drehen die bunten Gondeln ihre Runden, und viel hat sich seither nicht verändert. Genau das macht den Charme aus: Du fährst keine Hightech-Attraktion, sondern ein nostalgisches Verkehrsmittel mit Aussicht. Eine Ansage erklärt unterwegs die wichtigsten Punkte.

Oben liegt die Bergstation mitten im Grün, mit Aussichtspunkt, Cafeteria-Terrasse und einem kleinen Spielplatz. Von hier führen breite Wege durch den ehemaligen königlichen Jagdwald, der heute Madrids größter Park ist, ein Vielfaches größer als der Central Park.

Die Casa de Campo war jahrhundertelang Jagdrevier der Könige und wurde erst mit der Zweiten Republik in den 1930er Jahren öffentlich. Im Bürgerkrieg verlief hier die Front, Spuren davon sind an manchen Stellen bis heute zu finden. Heute liegen im Gelände außerdem der Zoo, ein Freizeitpark und ein großes Messegelände, du kannst dich also entscheiden, ob du Ruhe oder Programm willst.

Das übersehen die meisten

Die Sitzseite. Setz dich für die Hinfahrt auf die linke Seite, dann hast du das Panorama mit Palast und Kathedrale direkt im Fenster.

Die Einfachfahrt. Viele lösen automatisch hin und zurück, dabei ist der Abstieg zum See in 30 bis 40 Minuten die abwechslungsreichere Variante, und die Metrostation Lago bringt dich zurück.

Der See selbst. Rund um den Lago liegen Terrassenrestaurants mit Blick auf die Skyline, dazu Tretboote. Das ist der Ort, an dem Madrilenen sonntags essen, nicht Touristen.

Der Rosengarten an der Talstation. Im Mai und Juni blüht er direkt neben dem Einstieg, und fast alle laufen daran vorbei.

Der Blick nach unten kurz nach der Talstation. Dort überquert die Bahn den Fluss, und du siehst die Brücken von Madrid Río aus einer Perspektive, die sonst niemand hat.

Typische Fehler

Ohne Blick auf den Betriebskalender kommen. Außerhalb der Hauptsaison fährt die Bahn oft nur an Wochenenden und Feiertagen.

Im Hochsommer mittags fahren. Die Gondeln heizen sich auf, und in der Casa de Campo gibt es lange schattenarme Abschnitte.

In der Dämmerung querfeldein durch den Park laufen. Die Casa de Campo ist weitläufig und stellenweise einsam, bleib auf den Hauptwegen Richtung See.

Tickets: Tickets gibt es einfach oder hin und zurück, gekauft wird an der Talstation oder online. Die Seilbahn fährt nicht ganzjährig täglich, prüfe vor dem Besuch den Kalender der städtischen Betreiberin.

Zur offiziellen Website

Wann du hingehen solltest

Am späten Nachmittag: hinüberfahren, zum See spazieren, den Sonnenuntergang über der Skyline mitnehmen und bequem mit der Metro zurück. Das ist die beste Reihenfolge des Tages.

Im Frühjahr und Herbst ist der Park am schönsten, im Winter fährt die Bahn eingeschränkt. Meide windige Tage, bei starkem Wind steht der Betrieb still.

Achtung: Nimm genug Wasser mit. Zwischen Bergstation und See gibt es lange Abschnitte ohne Kiosk, und im Sommer ist die Strecke ungeschützt.

Danach: was in der Nähe liegt

Die Talstation liegt fünf Minuten vom Tempel von Debod entfernt, so lassen sich Seilbahn und Sonnenuntergang perfekt verbinden. Zum Faro de Moncloa sind es durch den Parque del Oeste rund 20 Minuten.

Von der Bergstation führt der Weg in 30 bis 40 Minuten hinunter zum See und weiter zum Madrid Río Park am Fluss. Mehr Ideen für den Westen der Stadt findest du bei den Sehenswürdigkeiten in Madrid und unter Aktivitäten und Touren.

Wenn es nicht klappt

  • Wenn es voll istAn schönen Wochenenden bilden sich Schlangen an der Talstation. Unter der Woche fährst du meist sofort, dann ist auch die Gondel leerer.
  • Wenn es regnetBei Regen und starkem Wind wird der Betrieb eingestellt. Prüfe vorher den Betriebskalender, sonst stehst du vor verschlossener Station.
  • Mit KindernEin sicherer Treffer: zehn Minuten schweben, oben Spielplatz und Wiese, unten der See mit Tretbooten.
  • Mit eingeschränkter MobilitätDie Gondeln sind eng und haben eine Einstiegsstufe, der Zustieg mit Rollstuhl ist eingeschränkt. Die Wege oben sind breit, aber der Weg zum See fällt deutlich ab.

Häufige Fragen

Lohnt sich der Teleférico in Madrid?

Ja, wenn du Aussicht und Grün verbinden willst: Die gut zehnminütige Fahrt bietet einen ungewohnten Blick auf Königspalast und Skyline, und oben wartet mit der Casa de Campo Madrids größter Park. Wer nur das Panorama sucht, bekommt es günstiger am Tempel von Debod, aber ohne das Schwebe-Erlebnis.

Wie lange fährt die Seilbahn in Madrid?

Die reine Fahrt vom Paseo del Pintor Rosales in die Casa de Campo dauert gut zehn Minuten pro Richtung, die Strecke ist rund 2,5 Kilometer lang. Mit Aufenthalt an der Bergstation, Spaziergang zum See und Rückweg per Metro solltest du zwei bis drei Stunden einplanen.

Muss ich mit dem Teleférico hin und zurück fahren?

Nein. Viele fahren nur einfach und laufen von der Bergstation in rund 30 bis 40 Minuten hinunter zum See der Casa de Campo. Dort liegen Terrassenrestaurants mit Skyline-Blick, und die Metrostation Lago bringt dich direkt zurück ins Zentrum. Das ist die abwechslungsreichste Variante.

Fährt der Teleférico das ganze Jahr?

Nicht täglich: In der Hauptsaison verkehrt die Seilbahn meist durchgehend, außerhalb davon oft nur an Wochenenden und Feiertagen. Auch Wartungspausen und Windabschaltungen kommen vor. Prüfe deshalb vor deinem Besuch den aktuellen Betriebskalender, damit du nicht vor verschlossener Station stehst.

Was kann man an der Casa de Campo noch machen?

Rund um den See kannst du Tretboot fahren und auf Terrassen essen, außerdem liegen Zoo und Freizeitpark im Parkgelände. Sportliche durchqueren die Casa de Campo mit dem Rad und rollen über den Madrid Río Park zurück in die Stadt. So wird aus der Seilbahnfahrt ein kompletter Ausflugstag.