Auf einen Blick
- Umfang15 Strände an Atlantik, Mittelmeer, Balearen und Kanaren
- Beste ReisezeitJuni und September, Kanaren ganzjährig
- WasserAtlantik frisch, Mittelmeer ab Juni angenehm warm
- BesonderheitPlaya de Rodas und As Catedrales im Sommer nur mit Reservierung
- Anreisefast alle Strände mit Mietwagen, viele auch mit Bus oder Boot
Welche Küste passt zu dir?
Bevor du einen Strand auswählst, wähle die Küste. Der Atlantik im Norden ist grün, dramatisch und auch im August nie überfüllt, dafür bleibt das Wasser frisch. Andalusien liefert die längsten Sandstrände, das Mittelmeer die wärmsten Badewannen, und die Kanaren funktionieren als einzige Region das ganze Jahr.
| Küste | Charakter | Beste Monate | Passt zu dir, wenn |
|---|---|---|---|
| Atlantik Nord (Baskenland bis Galicien) | grün, wild, Buchten und Klippen | Juni bis September | du Natur wichtiger findest als warmes Wasser |
| Andalusien | breite Dünenstrände, Wind | Mai bis Oktober | du Weite und Sonnenuntergänge suchst |
| Mittelmeer (Costa Brava bis Costa Blanca) | Calas, Stadtstrände, warmes Wasser | Juni bis September | du Baden mit Stadtbesuch verbinden willst |
| Balearen und Kanaren | Traumbuchten und Dünen, gut erschlossen | Mai bis Oktober, Kanaren ganzjährig | du das komplette Inselpaket willst |
Atlantikküste: Baskenland, Asturien, Galicien
1 Playa de la Concha, San Sebastián
Die muschelförmige Bucht von San Sebastián gilt vielen als schönster Stadtstrand Europas, und das zu Recht: feiner Sand, ruhiges Wasser dank der vorgelagerten Insel Santa Clara und eine elegante Promenade mit weißem Geländer. Morgens schwimmen hier die Einheimischen ihre Bahnen, abends gehört der Strand den Spaziergängern.
Alles Wichtige zu Anreise, Gezeiten und den besten Abschnitten liest du auf unserer Seite zur Playa de la Concha. Surfer wechseln auf die Nachbarbucht Zurriola.
2 Playa de Rodas, Cíes-Inseln
Ein Bogen aus fast weißem Sand zwischen zwei Inseln, dahinter eine türkis leuchtende Lagune: Die Playa de Rodas im Nationalpark der Atlantikinseln wird regelmäßig zu den besten Stränden der Welt gezählt. Autos gibt es keine, Hotels auch nicht, nur Pinien, Möwenkolonien und Wanderwege.
Die Anreise läuft per Fähre ab Vigo, im Sommer brauchst du vorab eine kostenlose Besuchergenehmigung der Region Galicien, erst danach kannst du das Fährticket buchen. Die Besucherzahl ist gedeckelt, buche also früh.
3 Praia de las Catedrales, Ribadeo
Bei Ebbe spazierst du hier durch Felsbögen, die wie gotische Kirchenfenster über dir aufragen, bei Flut verschwindet der Strand fast komplett. Der Gezeitenkalender ist deshalb wichtiger als der Wetterbericht. Der Strand liegt an der Nordküste Galiciens bei Ribadeo, auf halbem Weg lohnt ein Stopp in Lugo mit seiner römischen Stadtmauer.
In der Karwoche und im Sommer ist der Zugang reservierungspflichtig, die Genehmigung ist kostenlos und schnell online erledigt.
4 Playa del Silencio, Asturien
Ein Amphitheater aus Klippen, davor ein Kiesstrand und ein paar Felsnadeln im Meer: Der Name „Strand der Stille“ passt. Es gibt keine Bar, keine Liegen, nur einen steilen Fußweg hinunter. Genau deshalb bleibt er auch im August entspannt.
Die beste Basis ist das Fischerdorf Cudillero oder die Altstadt von Avilés; mehr grüne Küste findest du auf unserer Seite zu Asturien.
Andalusien: Dünen und Atlantikwind
5 Playa de Bolonia, bei Tarifa
Eine riesige Wanderdüne, dahinter die römische Ausgrabungsstätte Baelo Claudia direkt am Sand, gegenüber die Berge Marokkos: Bolonia ist der spektakulärste Strand Andalusiens. Der Levante-Wind kann kräftig blasen, dann weichst du in die windgeschützten Ecken am Dünenfuß aus.
Als Basis passt das Surferstädtchen Tarifa, für mehr Stadt die Provinzhauptstadt Cádiz.
6 La Caleta und Playa de la Victoria, Cádiz
In Cádiz gehört der Strand zur Altstadt: La Caleta liegt zwischen zwei Festungen, hier gehen die Gaditanos zum Sonnenuntergang baden. Die Playa de la Victoria ist das Gegenstück, kilometerlang, breit und mit Stadtbussen erreichbar.
Die Kombination aus 3.000 Jahre alter Hafenstadt und echtem Badeurlaub bekommst du so nirgendwo sonst in Spanien; mehr Kandidaten liefert unsere Übersicht der Städte am Meer.
7 Playas von Nerja und Maro
Östlich von Málaga wird die Costa del Sol felsig und schön: Nerja hat mit der Playa de Burriana einen quirligen Hauptstrand, die Buchten von Maro dahinter sind klein, klar und ideal zum Schnorcheln. Mit dem Kajak paddelst du an den Klippen des Naturschutzgebiets entlang bis zu einem kleinen Wasserfall.
Vom Aussichtsbalkon Balcón de Europa überblickst du die ganze Küste.
Mittelmeer: Costa Brava bis Valencia
8 Cala d’Aiguablava, Costa Brava
Pinien bis ans Wasser, Granitfelsen, glasklares Türkis: Aiguablava bei Begur ist die Postkartenbucht der Costa Brava. Sie ist klein, komm im Sommer also vor zehn Uhr oder erst am späten Nachmittag. Über der Bucht thront einer der wenigen modernen Paradores, mehr dazu in unserem Guide zu den Paradores.
Als Städte-Basis eignet sich Girona, von dort erreichst du auch Cadaqués und die Buchten des Cap de Creus.
9 Playa de la Malvarrosa, Valencia
Der Stadtstrand von Valencia ist breit, flach und familienfreundlich, dahinter liegt das alte Fischerviertel Cabanyal mit Kachelfassaden und die Promenade mit den klassischen Paella-Häusern. Mit dem Rad bist du in einer halben Stunde vom Zentrum am Wasser.
Details zu Abschnitten, Anreise und den ruhigeren Alternativen südlich der Stadt findest du auf unserer Seite zum Strand von Valencia.
Balearen: Calas und Naturstrände
10 Es Trenc, Mallorca
Mallorcas berühmtester Naturstrand zieht sich mehrere Kilometer an Dünen und Salinen entlang, ohne Hotelzeile, dafür mit karibisch hellem Wasser. In den Salzfeldern dahinter stehen mit etwas Glück Flamingos. Von Palma de Mallorca bist du mit dem Auto schnell dort, im Hochsommer füllen sich die Parkplätze am Vormittag.
11 Cala Macarella und Macarelleta, Menorca
Die Zwillingsbuchten an Menorcas Südküste sind das Aushängeschild der Balearen: weißer Sand, Kiefern auf den Klippen, Wasser in allen Blautönen. Im Sommer ist die Zufahrt gesperrt, du kommst mit Shuttlebus, Boot oder zu Fuß über den Küstenpfad Camí de Cavalls, der schönste Weg beginnt an der Cala Galdana.
12 Ses Illetes, Formentera
Von Ibiza ist es nur eine halbe Stunde mit der Fähre, und dann stehst du am hellsten Wasser des Mittelmeers: Ses Illetes ist eine schmale Sandzunge im Naturpark, beidseitig Meer, dahinter Salinen. Die Zufahrt ist im Sommer reguliert, mit Rad oder Roller bist du flexibler. Nachmittags leeren sich die Tagesboote, dann wird es ruhig.
Kanaren: Strände für das ganze Jahr
13 Playa de Papagayo, Lanzarote
Ganz im Süden von Lanzarote liegen die Papagayo-Buchten im Naturschutzgebiet Los Ajaches: goldener Sand, ruhiges Wasser, Vulkanhügel drumherum. Die Anfahrt führt über eine Schotterpiste, was viele abschreckt und die Buchten angenehm leer hält. Nimm Wasser und Schirm mit, oben gibt es nur eine kleine Strandbar.
14 Dünen von Maspalomas, Gran Canaria
Ein Stück Sahara am Meer: Die Dünen von Maspalomas sind ein Naturschutzgebiet, durch das du barfuß zum Leuchtturm wandern kannst. Wer lieber Stadtstrand mag, nimmt Las Canteras in Las Palmas de Gran Canaria, eine geschützte Bucht mitten in der Hauptstadt mit Promenade und Schwimmbahnen im Meer.
15 Playa de las Teresitas, Teneriffa
Goldener Sand vor dunklen Bergen: Die Teresitas bei Santa Cruz de Tenerife verdanken ihre Farbe Sand aus der Sahara, der hier in den 1970ern aufgeschüttet wurde. Ein Wellenbrecher hält das Wasser ruhig, ideal mit Kindern. Unter der Woche teilst du den Strand vor allem mit Einheimischen aus der Hauptstadt; mehr Inselideen findest du bei den Kanarischen Inseln.
Gut zu wissen: Für die Playa de Rodas und die Praia de las Catedrales brauchst du in der Hochsaison eine kostenlose Online-Genehmigung. Ohne Reservierung wirst du an der Fähre beziehungsweise am Strandzugang abgewiesen. Buche zuerst die Genehmigung, dann Unterkunft und Fähre.
Tipp: Der beste Monat für Spaniens Strände ist der September: Das Meer ist so warm wie sonst nie, die Schulferien sind vorbei, und die Parkplätze an den Calas sind wieder frei. Mehr dazu in unserem Überblick zur besten Reisezeit für Spanien.
Häufige Fragen
Welcher ist der schönste Strand Spaniens?
Die Playa de Rodas auf den Cíes-Inseln vor Vigo taucht in fast jedem Ranking ganz oben auf, und der Vergleich mit der Karibik ist hier ausnahmsweise berechtigt. Wer warmes Wasser wichtiger findet, nimmt Ses Illetes auf Formentera oder die Cala Macarella auf Menorca. Als schönster Stadtstrand gilt die Playa de la Concha in San Sebastián.
Wo ist das Meer in Spanien am wärmsten?
Am wärmsten wird das Wasser im Spätsommer am Mittelmeer, also an der Costa Blanca, der Costa del Sol und rund um die Balearen, mit dem Höhepunkt im August und September. Der Atlantik im Norden bleibt auch im Sommer frisch. Auf den Kanaren schwankt die Wassertemperatur übers Jahr nur wenig, dort kannst du auch im Winter baden.
Für welche Strände in Spanien braucht man eine Reservierung?
Zwei Klassiker sind zugangsbeschränkt: Für die Playa de Rodas auf den Cíes-Inseln brauchst du im Sommer eine kostenlose Genehmigung Galiciens plus Fährticket ab Vigo. Für die Praia de las Catedrales bei Ribadeo gilt in der Karwoche und im Sommer ebenfalls Reservierungspflicht. Beides ist online in wenigen Minuten erledigt, aber die Kontingente sind begrenzt.
Wann ist die beste Zeit für einen Strandurlaub in Spanien?
Juni und September sind die besten Monate: warmes Meer, lange Tage und deutlich weniger Betrieb als im Juli und August, wenn halb Spanien selbst Ferien macht. Die Kanaren sind ein Sonderfall, dort funktioniert Strandurlaub das ganze Jahr. Am Atlantik im Norden ist die Saison kürzer, verlässlich badewarm wird es dort vor allem im Juli und August.
Wo findet man in Spanien Strände ohne Massentourismus?
Am ehesten im Norden: Asturien und Galicien haben hunderte Buchten, an denen selbst im August Platz ist, die Playa del Silencio ist ein gutes Beispiel. Am Mittelmeer hilft die Uhrzeit mehr als der Ort, vor zehn und nach siebzehn Uhr gehören auch berühmte Calas fast dir allein. Und ab Mitte September leeren sich alle Küsten spürbar.





