Auf einen Blick
- RegionMadrid, Ecke Gran Vía und Calle de Alcalá
- Eröffnet1911, Entwurf von Jules und Raymond Février
- StilBeaux-Arts mit vergoldeter Kuppel
- BesichtigungNur von außen, Innenräume sind Büros
- Dauer des Besuchs10 bis 15 Minuten
- AnreiseMetro Banco de España oder Sevilla
Lohnt sich das Metrópolis-Gebäude wirklich?
Als Fotostopp: ja, und zwar als einer der besten der Stadt. Du stehst ohnehin hier, wenn du die Gran Vía abläufst, und mit zehn Minuten mehr bekommst du ein Bild, das den Aufwand rechtfertigt.
Als Besichtigung: gar nicht. Das Haus ist ein Bürogebäude, es gibt keinen Zugang, keine Führung und nichts zu buchen. Wer damit rechnet, wird enttäuscht.
Was du hier siehst
Gebaut wurde das Metrópolis 1911 als Prestigesitz einer Versicherung, entworfen von den französischen Architekten Jules und Raymond Février im Beaux-Arts-Stil: Säulen, Skulpturen, Rundungen, alles auf Wirkung getrimmt. Die schmale Grundstücksspitze zwischen zwei Straßen erzwang die markante Bugform, die das Gebäude wie ein Schiff in die Kreuzung schieben lässt.
Die geflügelte Victoria auf der Kuppelspitze kam erst 1977 dazu, als die Versicherung Metrópolis das Haus übernahm. Vorher stand dort ein Phönix, das Symbol des vorherigen Eigentümers.
Das übersehen die meisten
Der beste Standort liegt nicht direkt gegenüber, sondern auf dem Mittelstreifen der Calle de Alcalá Richtung Plaza de Cibeles. Von dort siehst du das Gebäude frontal im Straßenfluchtpunkt.
Die Dachterrasse des Círculo de Bellas Artes ein paar Schritte weiter. Sie kostet Eintritt, liefert aber den berühmten Blick über Metrópolis und Stadtsilhouette.
Das Edificio Grassy ein Stück die Gran Vía hinauf, das ebenfalls eine Rundkuppel trägt und ständig verwechselt wird. Beide zusammen machen den Auftakt der Straße aus.
Typische Fehler
Mittags fotografieren. Dann steht die Sonne genau hinter der Kuppel und das Bild wird flach.
Nur von der Ampelinsel schauen. Zwei Standorte mehr, und du hast drei völlig unterschiedliche Perspektiven.
Wann du hingehen solltest
Zur blauen Stunde, wenn Kuppel und Fassade angestrahlt werden und der Verkehr Lichtspuren durch jede Langzeitbelichtung zieht. Ein Stativ ist kein Problem, solange du auf dem Gehweg bleibst.
Zweitbeste Zeit ist der Sonnenaufgang: Dann ist die Alcalá fast leer, und du kannst vom Mittelstreifen aus in Ruhe arbeiten.
Tipp: Der klassische Blick gelingt von der gegenüberliegenden Seite der Calle de Alcalá auf Höhe der Metrostation Sevilla. Von dort bekommst du Fassade, Kuppel und den Schwung der Gran Vía in ein Bild.
Danach: was in der Nähe liegt
Die Gran Vía beginnt genau hier, ein Spaziergang bis zur Plaza de España dauert gut 30 Minuten. Richtung Osten liegt die Plaza de Cibeles mit ihrer Dachterrasse, fünf Minuten.
Nach Westen erreichst du in fünf Minuten die Puerta del Sol, nach Süden in gut zehn Minuten das Museumsdreieck am Paseo del Prado, mehr dazu unter Museen in Madrid. Alle Stationen bei den Sehenswürdigkeiten in Madrid.
Wenn es nicht klappt
- Wenn es voll istDer Gehweg an der Ecke ist eng und immer voll. Weich auf die gegenüberliegende Straßenseite oder auf den Mittelstreifen der Alcalá aus.
- Wenn es regnetBei Regen spiegelt sich die beleuchtete Kuppel im nassen Asphalt, das ergibt die besseren Bilder. Unterstand bieten die Arkaden gegenüber.
- Mit KindernEin Stopp von zwei Minuten, mehr gibt das Gebäude für Kinder nicht her. Häng ihn an den Bummel über die Gran Vía, sonst wird es schnell langweilig.
- Mit eingeschränkter MobilitätAlle Fotostandorte sind ebenerdig erreichbar, die Straßenübergänge haben abgesenkte Bordsteine. Die Dachterrasse gegenüber hat einen Aufzug.
Häufige Fragen
Kann man das Metrópolis-Gebäude von innen besichtigen?
Nein, das Gebäude wird als Bürohaus genutzt und ist für Besucher nicht geöffnet. Der Reiz liegt ohnehin außen: die Beaux-Arts-Fassade, die vergoldete Kuppel und die Siegesgöttin auf der Spitze. Rechne mit 10 bis 15 Minuten für Fotos von verschiedenen Standorten.
Wo ist der beste Fotospot für das Metrópolis-Gebäude?
Von der gegenüberliegenden Straßenseite der Calle de Alcalá nahe der Metrostation Sevilla bekommst du die klassische Perspektive mit Kuppel und Gran Vía. Erhöht fotografierst du von der Dachterrasse des Círculo de Bellas Artes. Das beste Licht gibt es zur blauen Stunde, wenn die Kuppel beleuchtet ist.
Was bedeutet die Statue auf dem Metrópolis-Gebäude?
Auf der Kuppel steht eine geflügelte Victoria, die Siegesgöttin. Sie wurde 1977 aufgesetzt, als die Versicherungsgesellschaft Metrópolis das Haus übernahm. Zuvor krönte ein Phönix das Gebäude, das Wappentier des ursprünglichen Eigentümers.
Was liegt in der Nähe des Metrópolis-Gebäudes?
Praktisch alles: Hier beginnt die Gran Vía, wenige Minuten östlich liegt die Plaza de Cibeles mit ihrem Rooftop-Aussichtspunkt, westlich erreichst du die Puerta del Sol. Auch das Museumsdreieck am Paseo del Prado ist zu Fuß in gut zehn Minuten zu schaffen.






