Auf einen Blick
- RegionBaskenland
- TypStadtparks und Aussichtsberg
- Eintrittalle Parks kostenlos
- HighlightsPfauen, Altstadtblick, Panorama vom Artxanda
- Beste Zeitspäter Nachmittag, auf dem Artxanda der Sonnenuntergang
- Besuchsdauer30 bis 60 Minuten pro Park
Lohnen sich die Parks in Bilbao wirklich?
Als eigenes Programm nur bedingt, als Pause dagegen sehr. Bilbao ist kompakt und wird zu Fuß erkundet, und nach zwei Museen tut eine Bank unter Bäumen mehr für den Tag als die dritte Sehenswürdigkeit. Der Parque de Doña Casilda liegt genau zwischen den beiden großen Museen, das ist kein Zufall, sondern gute Stadtplanung.
Wer wenig Zeit hat, braucht keinen der drei. Der Uferweg am Nervión ist praktisch ein linearer Park und verbindet ohnehin die wichtigsten Ziele. Wer dagegen mit Kindern reist oder einen freien Nachmittag hat, findet hier den entspanntesten Teil der Stadt.
Die drei Parks im Rundgang
1 Parque de Doña Casilda
Der schönste Park der Stadt, angelegt Anfang des 20. Jahrhunderts im englischen Stil und benannt nach der Mäzenin Casilda Iturrizar. Zwischen alten Bäumen, Teich und Pergola stolzieren Pfauen herum, das heimliche Wahrzeichen der Anlage. Er liegt direkt am Museo de Bellas Artes und wenige Minuten vom Guggenheim. Rechne mit 30 bis 45 Minuten.
2 Parque Etxebarria
Große Wiesenhänge über der Altstadt, auf dem Gelände einer ehemaligen Fabrik, deren Backsteinschornstein als Denkmal stehen blieb. Das ist keine Gartenkunst, sondern ein Aussichtsbalkon: Dächer, Fluss und die Hügel ringsum. Von hier sind es ein paar Schritte zur Basílika de Begoña, und der Abstieg in den Casco Viejo ist einer der besten kurzen Spaziergänge Bilbaos. 30 Minuten.
3 Monte Artxanda
Der Hausberg mit dem großen Panorama: Wiesen, Spazierwege, Restaurants und die klassische Sicht auf die Stadt im Talkessel. Hinauf bringt dich in drei Minuten der Funicular de Artxanda von 1915. Oben lohnt es sich, über die Wiesen weiterzugehen statt nur an der Terrasse zu stehen. Eine bis zwei Stunden.
Dazu kommt eine vierte Option, die keinen Namen als Park trägt: das grüne Band am Nervión. Vom Rathaus bis zum Guggenheim läufst du fast durchgehend auf begrünten Uferwegen, mit Bänken, Rasenflächen und Blick aufs Wasser. Für viele Besucher ist das der eigentliche Park von Bilbao, weil er die Stadt nicht unterbricht, sondern verbindet.
Das übersehen die meisten
Die Pergola im Doña Casilda. Der überdachte Rundgang am Teich ist der schönste Platz des Parks und bei Regen trocken.
Der Schornstein im Etxebarria. Er erinnert daran, dass hier bis in die Achtzigerjahre Stahl produziert wurde, mitten über der Altstadt.
Die Skulpturen. In beiden Stadtparks stehen Plastiken baskischer Künstler, an denen die meisten vorbeilaufen.
Die Uferpromenade als Park. Das grüne Band am Nervión verbindet Altstadt, Rathaus, Zubizuri und Guggenheim. Wenn du wenig Zeit hast, ersetzt dieser Spaziergang den Parkbesuch fast vollständig.
Typische Fehler
Die häufigsten Fehlplanungen haben alle mit Wetter und Tageszeit zu tun.
Nach Regen auf die Wiesen. Etxebarria und Artxanda saugen sich voll, dann bleibt nur der Doña Casilda.
Den Artxanda mittags besuchen. Das Licht ist flach und die Restaurants sind voll.
Nur zum Fotografieren kommen. Diese Parks sind zum Sitzen da, nicht zum Abhaken.
Wann du hingehen solltest
Grün funktioniert in Bilbao das ganze Jahr, weil es hier selten heiß und selten kalt ist. Die Frage ist eher, wie nass der Boden gerade ist.
Der späte Nachmittag ist überall die beste Zeit, auf dem Artxanda bis zur Dämmerung, wenn unten die Lichter angehen. Im Sommer sind die Parks die einzige Ecke der Stadt mit verlässlichem Schatten, im Frühling blüht der Doña Casilda auf. Sonntags gehört alles den Familien, das ist die lebendigste, aber auch vollste Zeit.
Gut zu wissen: Alle drei Parks kosten keinen Eintritt, nur für die Standseilbahn auf den Artxanda zahlst du einen kleinen Fahrpreis. Details dazu stehen unter Verkehr in Bilbao.
Danach: was in der Nähe liegt
Vom Doña Casilda sind es fünf Minuten zum Guggenheim und zehn zum Azkuna Zentroa. Vom Etxebarria läufst du in zehn Minuten hinunter in die Altstadt, vom Artxanda bringt dich die Bahn in drei Minuten zurück an den Fluss. Alle weiteren Ziele findest du in der Übersicht Bilbao Sehenswürdigkeiten.
Wenn es nicht klappt
- Wenn es voll istVoll wird es nur sonntagnachmittags, wenn ganze Familien unterwegs sind. Das ist eher unterhaltsam als störend. Wer Ruhe will, kommt am Vormittag.
- Wenn es regnetNach Regen sind die Wiesen im Etxebarria und auf dem Artxanda schnell aufgeweicht. Der Doña Casilda mit seinen festen Wegen und der Pergola bleibt dann die beste Wahl.
- Mit KindernAlle drei funktionieren mit Kindern, am besten der Doña Casilda mit Teich, Enten und Spielplatz. Auf dem Artxanda gibt es dazu viel Platz zum Rennen.
- Mit eingeschränkter MobilitätDer Doña Casilda ist flach und komplett stufenlos. Der Etxebarria liegt auf einem Hügel, wird aber über Aufzug und Rampen erschlossen. Auf den Artxanda bringt dich die Standseilbahn.
Häufige Fragen
Welcher Park in Bilbao ist der schönste?
Der Parque de Doña Casilda im Ensanche. Er ist im englischen Stil angelegt, hat Teich, Pergola, alte Bäume und frei laufende Pfauen und liegt genau zwischen Guggenheim und Museo de Bellas Artes. Wer Aussicht statt Gartenkunst sucht, ist im Parque Etxebarria über der Altstadt besser aufgehoben.
Wo sieht man die Pfauen in Bilbao?
Im Parque de Doña Casilda. Die Tiere laufen frei zwischen Teich und Wegen herum und gehören seit Generationen zum Bild des Parks. Am ehesten begegnest du ihnen vormittags und am späten Nachmittag. Füttern ist nicht erwünscht, ansehen und fotografieren dagegen kein Problem.
Wie komme ich auf den Monte Artxanda?
Mit dem Funicular de Artxanda, einer Standseilbahn von 1915. Die Talstation liegt nahe der Zubizuri-Brücke, die Fahrt dauert rund drei Minuten. Zu Fuß führen mehrere Wege hinauf, für die du eine knappe Stunde brauchst. Wer beides mitnehmen will, fährt hinauf und läuft anschließend ins Tal zurück.
Sind die Parks in Bilbao kostenlos?
Ja, alle drei sind frei zugänglich und haben keine festen Kassen. Bezahlen musst du nur die Standseilbahn auf den Artxanda, und die kostet wenig, mit der Barik-Karte noch weniger. Genau das macht die Parks zum besten Programm für Reisetage, an denen das Budget knapp wird.
Lohnt sich der Parque Etxebarria für Besucher?
Ja, vor allem wegen der Aussicht. Von den Wiesen über der Altstadt siehst du Dächer, Fluss und Hügel, ohne Eintritt und ohne Anfahrt. Ideal in Kombination mit der Basílika de Begoña nebenan und dem Abstieg in den Casco Viejo. Nach Regen sind die Hänge allerdings matschig.






