Auf einen Blick
- RegionComunitat Valenciana
- Gegründet138 v. Chr. als römisches Valentia
- Bekannt fürPaella, Fallas, Ciudad de las Artes
- Besuchsdauer2 bis 3 Tage
- Beste ReisezeitMärz bis Juni sowie September und Oktober
- AnreiseFlughafen Manises mit Metroanschluss, Schnellzug ab Madrid
Die Top 18 Sehenswürdigkeiten in Valencia
Die Reihenfolge ist eine Rangliste, keine Route. Oben steht, was du auf keinen Fall auslassen solltest, weiter unten kommt dazu, was sich lohnt, wenn du länger bleibst. Fast jeder Punkt liegt in einer von drei Zonen: Altstadt, Turia-Park oder Küste. Zwischen diesen Zonen pendelst du am besten mit dem Rad.
1 Ciudad de las Artes y las Ciencias
Santiago Calatravas weiße Bauten im trockengelegten Flussbett sind das Bild, das die halbe Welt von Valencia kennt: das Auge des Hemisfèric, das Walskelett des Wissenschaftsmuseums, die Oper mit ihrem Federhelm. Der Clou für Sparfüchse: Über das Gelände laufen kostet nichts, bezahlt wird nur, wer hineingeht.
Geh am späten Nachmittag hin. Dann steht die Sonne tief, die Becken spiegeln sauber, und kurz darauf geht die Beleuchtung an. Welche Gebäude Eintritt kosten, wie die Kombitickets funktionieren und wo die besten Fotospots liegen, steht im Artikel zur Ciudad de las Artes y las Ciencias.
2 Mercado Central
Eine Jugendstilhalle von 1928 mit Buntglas, Eisenkuppeln und einem Papagei als Wetterfahne, darunter mehrere Hundert Stände mit Fisch, Schinken, Safran und Orangen. Das ist kein Museumsmarkt für Reisegruppen, hier kauft die Nachbarschaft ihr Abendessen.
Der Markt ist ein Vormittagsziel, sonntags bleibt er zu. Was du unbedingt probieren solltest und wo du dich zwischen die Stände setzen kannst, steht im Beitrag zum Mercado Central.
3 La Lonja de la Seda
Gegenüber der Markthalle steht der schönste Innenraum der Stadt: die spätgotische Seidenbörse, gebaut ab 1482, mit acht gedrehten Säulen, die sich oben wie Palmwedel zum Gewölbe öffnen. UNESCO-Welterbe, und nach zwanzig Minuten bist du wieder draußen.
Vergiss den Orangenhof und die frechen Wasserspeier an der Außenmauer nicht. Alles dazu im Artikel zur Lonja de la Seda.
4 Kathedrale und Miguelete
Drei Portale, drei Epochen, und im alten Kapitelsaal ein Achatkelch, den die Kirche für den Heiligen Gral hält. Dazu zwei Gemälde von Goya und der achteckige Glockenturm Miguelete, den die Valencianer nur Micalet nennen.
207 Stufen führen nach oben, die Wendeltreppe ist eng und ohne Aufzug. Der Blick über das Ziegelmeer der Altstadt ist die Anstrengung wert. Mehr im Beitrag zur Kathedrale von Valencia.
5 Barrio del Carmen
Das älteste Viertel ist auch das lebendigste: mittelalterliche Gassen, Fassaden voller Street Art, Bars in alten Palästen. Tagsüber suchst du Wandbilder, abends ist die Calle Caballeros die Hauptschlagader des Nachtlebens.
Zwischen den beiden erhaltenen Stadttoren Serranos und Quart liegt alles, was das Viertel ausmacht. Rundgang und Adressen im Artikel zum Barrio del Carmen.
6 Turia-Park
Nach der Flutkatastrophe von 1957 wurde der Fluss um die Stadt herumgeleitet. Statt der geplanten Stadtautobahn setzten die Valencianer im leeren Bett einen neun Kilometer langen Park durch. Heute ist er das Wohnzimmer der Stadt: Laufstrecken, Fußballplätze, Palmenhaine, Brücken aus acht Jahrhunderten.
Mit Kindern ist der Gulliver-Spielplatz Pflicht. Alles zur Geschichte und zur schönsten Radstrecke im Beitrag zum Turia-Park.
7 Oceanogràfic
Europas größtes Aquarium liegt am Ende der Ciudad de las Artes und füllt locker einen halben Tag: Belugas, Walrosse, Pinguine und ein rund 70 Meter langer Tunnel, durch den Haie über deinem Kopf hinwegziehen.
Mit Kindern ist das der sicherste Treffer der Stadt. Wie du den Besuch planst und welche Zonen sich lohnen, steht im Artikel zum Oceanogràfic.
8 Torres de Serranos
Das mächtigste erhaltene Stadttor stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist zur Stadtseite hin offen wie eine Bühne. Du kannst hinaufsteigen, oben geht der Blick über die Altstadtdächer auf der einen und in den grünen Turia-Park auf der anderen Seite.
Im März wird von diesem Balkon aus die Fallas-Saison eröffnet. Mehr zu den Torres de Serranos.
9 Plaza de la Virgen
Der schönste Platz der Stadt liegt auf dem römischen Forum: Basilika, Rückseite der Kathedrale, der liegende Turia-Brunnen und ringsum Terrassen. Donnerstags um zwölf tagt hier das Wassergericht, ein Bauerntribunal, das seit dem Mittelalter Streit um Bewässerung schlichtet und zum UNESCO-Erbe gehört.
Setz dich abends hierher, wenn die Fassaden angestrahlt werden. Mehr zur Plaza de la Virgen.
10 Strände: Malvarrosa und Cabanyal
Breiter heller Sand, eine schnurgerade Promenade und dahinter das alte Fischerviertel Cabanyal mit seinen gekachelten Häuserfronten. Der Strand liegt keine halbe Stunde vom Zentrum, mit dem Rad rollst du durch den Park bis ans Wasser.
Paella isst man hier mittags, nicht abends. Welcher Strand wozu taugt, steht im Beitrag zu den Stränden in Valencia.
11 Albufera
Rund zehn Kilometer südlich liegt die Lagune, in der die Paella erfunden wurde: Reisfelder bis zum Horizont, flache Fischerboote, das Dorf El Palmar. Zum Sonnenuntergang fährst du mit einer Barke hinaus, und der Himmel steht kopf im Wasser.
Der beste Halbtagesausflug ab Valencia, mit dem Stadtbus erreichbar. Alles zur Albufera.
12 Bioparc
Am westlichen Ende des Turia-Parks steht kein klassischer Zoo, sondern eine nachgebaute afrikanische Landschaft ohne sichtbare Gitter. Gräben, Wasser und Felsen trennen dich von Giraffen und Nashörnern, Lemuren laufen frei neben dem Weg.
Vormittags sind die Tiere am aktivsten. Mehr im Artikel zum Bioparc Valencia.
13 Keramikmuseum im Palacio de Dos Aguas
Das verrückteste Portal Spaniens: eine Alabasterwelle, in der sich zwei Riesen um die Tür winden. Dahinter zeigt das Nationalmuseum González Martí Keramik aus drei Jahrtausenden, dazu Prunkkutschen und komplett erhaltene Wohnräume des 19. Jahrhunderts.
Auch wer Kacheln langweilig findet, sollte wenigstens das Treppenhaus sehen. Mehr zum Keramikmuseum.
14 Estación del Norte
Der Hauptbahnhof von 1917 ist ein Modernisme-Bau zum Sattsehen: Mosaike mit Orangenbäumen, Bauernmotive aus der Huerta, Holzkassetten, Keramik in jeder Ecke und gute Reisewünsche in mehreren Sprachen unter der Decke.
Zehn Minuten Umweg, die sich lohnen, auch ohne Zugticket. Mehr zur Estación del Norte.
15 Plaza del Ayuntamiento
Der große ovale Platz mit Rathaus, Blumenständen und dem prächtigen Postpalast ist im Alltag vor allem Verkehrsknoten und Treffpunkt. Im März wird er zur Bühne: Dann knallt hier täglich um zwei Uhr die Mascletà, ein rein akustisches Feuerwerk, das du im Brustkorb spürst.
Mehr zum Plaza del Ayuntamiento.
16 Mestalla-Stadion
Das Heimstadion des FC Valencia hat die steilsten Ränge Spaniens, oben sitzt du fast senkrecht über dem Rasen. Wer kein Spiel erwischt, sieht das Stadion bei einer Führung von innen, inklusive Kabine und Spielertunnel.
Karten für Ligaspiele planst du besser früh ein. Mehr zum Mestalla-Stadion.
17 Museo de Bellas Artes
Die Valencianer nennen es gern Spaniens zweitwichtigste Gemäldesammlung nach dem Prado, und ganz falsch ist das nicht: Sorolla, Ribera, ein Selbstporträt von Velázquez und ganze Säle mit gotischen Altartafeln. Der Eintritt ist frei.
Ideal für einen Regentag oder die heißeste Stunde des Tages. Mehr zum Museo de Bellas Artes.
18 Plaza Redonda
Ein perfekt runder Innenhof mitten in der Altstadt, in dem seit dem 19. Jahrhundert Kurzwaren verkauft werden: Spitze, Stoffe, Keramik und Zubehör für die Fallas-Trachten. Ein Rundgang dauert fünf Minuten und macht trotzdem gute Laune.
Sie liegt zwischen Rathausplatz und Markthalle, du kommst ohnehin vorbei. Mehr zur Plaza Redonda.
Tickets: Nur drei Ziele in Valencia brauchen echte Vorausplanung: Oceanogràfic, Wissenschaftsmuseum und Hemisfèric. Für diese drei gibt es Kombitickets, die deutlich günstiger sind als Einzelkarten, und in den Ferien sind die Vormittagsslots am Oceanogràfic zuerst weg. Alles andere kaufst du entspannt vor Ort.
Altstadt, Ciudad de las Artes oder Strand: was passt zu dir?
Valencia hat drei Gesichter, und sie liegen wie Perlen auf einer Schnur. Im Nordwesten die Altstadt: Ciutat Vella, dicht, schattig, voller Gassen, Kirchen und Bars. Im Südosten die Ciudad de las Artes: weiß, weit, geometrisch, ohne einen einzigen alten Stein. Dazwischen der Turia-Park, und wenn du ihm bis zum Ende folgst, stehst du am Meer.
Wenn du nur einen Tag hast, nimm die Altstadt. Markthalle, Lonja, Kathedrale, Plaza de la Virgen und Barrio del Carmen liegen so eng beieinander, dass du alles zu Fuß schaffst, und dort steckt die Seele der Stadt. Die Ciudad de las Artes ist beeindruckend, aber sie funktioniert auch als Abendbesuch von außen, wenn die Zeit knapp ist.
Der Strand ist der Bonus, den viele unterschätzen. Für einen Nachmittag mit Paella am Meer und einem Spaziergang durch das Cabanyal-Viertel brauchst du keinen Badeurlaub, sondern nur drei Stunden und ein Fahrrad. Genau diese Kombination aus Stadt und Küste ist der Grund, warum Valencia sich anders anfühlt als Madrid oder Sevilla.
Mit dem Rad ist Valencia am schönsten
Kaum eine spanische Stadt eignet sich so gut zum Radfahren. Valencia ist flach wie ein Tisch, und mit dem Turia-Park zieht sich eine autofreie Achse quer durch die ganze Stadt: vom Bioparc im Westen bis zur Ciudad de las Artes im Osten und von dort weiter bis zum Strand. Du fährst neun Kilometer, ohne einer einzigen Ampel zu begegnen.
Praktisch heißt das: Die Strecke von der Altstadt zur Ciudad de las Artes dauert mit dem Rad etwa zwanzig Minuten, zu Fuß gut eine Stunde, mit Bus und Umsteigen fast genauso lang. Zum Strand bist du in einer guten halben Stunde am Meer. Rechne das einmal durch, und du wirst den Nahverkehr in Valencia kaum brauchen.
Tipp: Für ein oder zwei Tage nimmst du besser einen Leihladen als das städtische Leihsystem Valenbisi. Valenbisi ist auf kurze Fahrten von Station zu Station ausgelegt, du musst das Rad regelmäßig zurückgeben, und im Zentrum sind die Stationen oft voll. Ein Tagesmietrad kostet wenig und bleibt bei dir. Wie Metro, Tram und Busse funktionieren, steht im Guide Verkehr in Valencia.
Valencia in zwei Tagen: eine Route
Tag eins gehört der Altstadt. Starte am Mercado Central, wenn er gerade aufmacht, und lauf danach in zwei Minuten hinüber zur Lonja de la Seda. Weiter über die Plaza Redonda zur Kathedrale, hinauf auf den Miguelete, dann hinaus auf die Plaza de la Virgen zur Mittagspause. Nachmittags schlenderst du durch das Barrio del Carmen bis zu den Torres de Serranos, steigst hinauf und lässt den Tag auf einer Terrasse ausklingen.
Tag zwei gehört dem Park und dem Neuen. Nimm ein Rad, fahr durch den Turia-Park nach Osten, mit einem Stopp am Gulliver-Spielplatz, und verbring den Vormittag im Oceanogràfic oder im Wissenschaftsmuseum. Am frühen Abend gehst du zwischen den Becken der Ciudad de las Artes fotografieren, danach rollst du in zwanzig Minuten zum Strand und isst am Wasser. Wenn du einen dritten Tag hast, gehört der der Albufera.
Noch mehr Valencia
Bleibt Zeit, gibt es drei Nachschläge. Das IVAM am Rand des Carmen ist eines der ersten Museen für moderne Kunst in Spanien und zeigt im Keller ein Stück der mittelalterlichen Stadtmauer. Die Casa-Museo Benlliure ist ein komplett erhaltenes Künstlerhaus mit Atelier und Garten, eine der ruhigsten Adressen der Stadt. Und die Stierkampfarena im Kolosseum-Stil neben dem Bahnhof kannst du unabhängig von deiner Haltung zum Stierkampf besichtigen, im Museum oder bei einem Konzert.
Zum Weiterplanen: Touren und Ausflüge sammelt die Seite Aktivitäten in Valencia, Stadtteile und Lagen findest du unter Hotels in Valencia, und für alles rund um Paella, Horchata und Tapas gibt es Essen und Trinken in Valencia. Praktische Kniffe stehen in unseren Valencia Insider-Tipps, und wer weiterreist, schaut in die Übersicht Region Valencia oder auf die Stadtseite Valencia.
Gut zu wissen: Im März steht die Stadt Kopf. Zu den Fallas werden Hunderte riesige Figuren aufgebaut, täglich um zwei Uhr gibt es die Mascletà, und in der Nacht zum 20. März brennen fast alle Figuren ab. Das ist grandios und anstrengend zugleich: Unterkünfte sind teuer und früh weg, ganze Straßenzüge sind gesperrt, an Schlaf ist kaum zu denken. Wer Ruhe sucht, kommt im Mai oder Oktober.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Valencia?
Zwei volle Tage decken die Highlights ab: ein Tag Altstadt mit Markthalle, Lonja, Kathedrale und Barrio del Carmen, ein Tag Turia-Park mit Ciudad de las Artes und Strand. Mit einem dritten Tag schaffst du zusätzlich die Albufera oder den Bioparc, ohne zu hetzen. Vier Tage sind angenehm, wenn du auch baden und lange essen willst.
Lohnt sich die Ciudad de las Artes auch von außen?
Ja, und für viele reicht das sogar. Das Gelände mit den Wasserbecken, den Brücken und dem Umbracle ist frei zugänglich, die Architektur wirkt vor allem von außen. Eintritt zahlst du nur für Oceanogràfic, Wissenschaftsmuseum und Hemisfèric. Wenn du keine Kinder dabeihast und nicht kunstinteressiert bist, ist ein Spaziergang bei Sonnenuntergang die beste Entscheidung.
Was ist die beste Reisezeit für Valencia?
April bis Juni und September bis Oktober sind ideal: warm, aber nicht drückend, mit langen Abenden und angenehmem Meerwasser im Frühherbst. Juli und August sind heiß und schwül, dann rettet dich der Strand. Im März sind die Fallas ein Erlebnis für sich, aber laut, voll und teuer. Der Winter ist mild und für Städtetrips gut geeignet.
Welche Sehenswürdigkeiten in Valencia sind kostenlos?
Eine ganze Menge: das Außengelände der Ciudad de las Artes, der komplette Turia-Park samt Gulliver-Spielplatz, die Strände, die Gassen des Barrio del Carmen, die Plaza de la Virgen, die Halle des Mercado Central und das Museo de Bellas Artes. Viele städtische Museen sind zudem sonntags frei. Bezahlt wird vor allem für Aquarium, Museen und Turmbesteigungen.
Braucht man in Valencia öffentliche Verkehrsmittel?
Kaum. Die Altstadt läufst du zu Fuß, alles andere erreichst du mit dem Rad über den autofreien Turia-Park. Metro brauchst du eigentlich nur für die Fahrt vom Flughafen, die Tram für den Strand bei Regen und den Bus für die Albufera. Ein Tagesmietrad ist meist die bessere Investition als ein Nahverkehrsticket.
Ist Valencia besser als Barcelona für einen Städtetrip?
Für einen ersten Spanienbesuch ist Barcelona spektakulärer, für einen entspannten Städtetrip ist Valencia die klügere Wahl. Du bekommst eine ähnliche Kombination aus Altstadt, moderner Architektur und Strand, aber mit weniger Menschenmassen, kürzeren Wegen und niedrigeren Preisen. Und die Restaurantqualität rund um Reis und Fisch ist hier schlicht besser.





